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Vorbereitung zum Skippertraining

Dir sollte in jedem Fall klar sein, dass 2,5h Training sehr ambitioniert sind, um von 0 auf 100 durchzustarten. Doch mit etwas Vorbereitung wirst du dein Segelabenteuer meistern. 


Begriffe auf einem Segelboot

So lauten die wichtigsten Begriffe auf einem Segelboot: Bug. Heck. Steuerbord. Backbord. Kiel. Großsegel. Rollgenua. Spinnaker. Großschot. Mast. Baum. Vorstag. Achsterstag. Oberwant. Unterwant. Pinne. Ruder. Klampe. Winsch.

Du kannst dir jetzt die Übung herunterladen und die hier aufgeführten Begriffe zuordnen. Zur Kontrolle gibt es natürlich auch die Auflösung.



Wind

Ein Segelboot nutzt als Vortrieb selbstredend den Wind aus. Daher sollte man auch ohne Hilfsmittel erkennen können, von wo der Wind kommt. Auf den Segelbooten, auf denen du fahren wirst, gibt es an der Mastspitze einen Anzeiger. Doch du wirst es zu schätzen wissen, wenn du auch ohne Anzeiger erkennst, woher der Wind kommt.

Übung: Geh z.B. mal einen Weg gerade aus und versuche zu spüren woher der Wind kommt. Vielleicht erkennst du es auch an den Bäumen oder Sträuchern. An einem See kannst Du beobachten, wie sich das Wasser in eine bestimmte Richtung kräuselt.


Kurse zum Wind

Auf einem Segelboot unterscheidet man den Wind in drei unterschiedliche Kategorien. Wahren Wind, scheinbaren Wind und Fahrtwind. Der wahre Wind beschreibt die tatsächliche Windrichtung. Der scheinbare Wind ist die gefühlte Windrichtung und als Fahrtwind beschreibt man den Wind, der sich aus der Vorwärtsfahrt ergibt.

Kurse am Wind beschreiben wie das Boot im Verhältnis zum Wind steht und wie sich das Boot dann verhält. Jeder Kurs hat unterschiedliche Vor- und Nachteile. Die Segelstellung ist bei allen Kursen unterschiedlich und bewirkt unterschiedliches Fahrverhalten. Teilweise können verschiedene Segel zum Einsatz kommen.

Vor dem Wind beschreibt den Kurs eines Segelbootes, das vor dem Wind fährt. Auf deutsch gesagt, du hast Rückenwenwind!

Achterlicher / raumer Wind bedeutet den Wind zwar von hinten zu bekommen, allerdings nicht direkt, sondern leicht von der Seite. Dies ist die Abgrenzung zwischen achterlichen / raumen Wind und vor dem Wind.

Wenn der Wind von einer Seite her weht, nennt man dies halber Wind. Das ist gemäß der Windaufteilung (wahrer Wind, scheinbarer Wind, Fahrtwind) die günstigste Lage und beschleunigt das Boot am Besten!

Von hart am Wind spricht man, wenn der Wind fast von vorne kommt. Ja erstaunlich, oder? Du kannst also fast gegen den Wind segeln. Physikalisch beschrieben entsteht hinter dem Segel ein "Luftleerer Raum" und aus diesem Grund entsteht ein Sog. Bei diesem Kurs zum Wind wird das Boot also angesaugt.

Die einzige Bremse, die ein Segelboot hat, ist auch der Wind. Umso schneller wir fahren, desto mehr nimmt der Fahrtwind zu. Doch wir können uns auch den wahren Wind zum bremsen zu nutze machen. Wenn der Wind direkt von vorne kommt, kann sich das Segel nicht mehr "entscheiden" von welcher Seite der Wind kommt. Dann kann auch kein Sog mehr zum Vortrieb verhelfen. Dieses Manöver nennt man "Aufschießer". Der Wind greift nun nicht mehr ins Segel, dafür an die Wanten, Stagen, Mast, etc. Das Boot kommt innerhalb weniger Meter zum stehen.

Diesen Zustand machen wir uns auch zu nutze, wenn Segel hochgezogen oder geborgen werden.


Knoten

Im Hafen ist es wichtig sein Boot fachmännisch festzumachen. Aus diesem Grund solltest du die 3 wichtigsten Knoten beherrschen: Klampe belegen, Palstek, Webleinstek. Diese werden hier erklärt und du wirst erfahren, wozu sie in der Regel genutzt werden.

Klampe belegen
PDF - Begriffe auf einem Segelboot.pdf (319.97KB)
Klampe belegen
PDF - Begriffe auf einem Segelboot.pdf (319.97KB)

Eine Klampe wird immer dann belegt, wenn das Boot festgemacht wird. So kann das Boot sicher an einem Steg oder das Ankerseil sicher am Boot vertäut werden, ohne komplizierte und nicht mehr lösbare Knoten machen zu müssen.

Mit dem Webleinstek werden Fender (Luftsäcke zum Abfedern zwischen Boot und Steg) am Boot befestigt. In der Regel werden sie an der Reling befestigt und müssen nach dem Einsatz wieder schnell und einfach gelöst werden, um sie verstauen zu können.

Der Palstek bildet eine Schlaufe, die sich nicht zuzieht. Der Knoten wird von der Feuerwehr für Rettungsschlaufen genutzt und im Wassersport um z.B. eine Leine um einen Poller zu legen. Das Besondere ist, dass der Knoten trotz sehr starker Belastung leicht zu lösen ist. Also kann das Boot mit seiner knappen Tonne daran die ganze Nacht zerren und am nächsten Morgen kann der Festmacher leicht und klar wieder verstaut werden.

 
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