Adventure Potsdam

 
 

Rostock - Gedser im Oktober 2020

Wir sind am 09. Oktober in Rostock von unserem Heimathafen gestartet. Noch Freitagabend konnten wir in der Yachthafenresidenz Hohe Düne festmachen. Dort genossen wir bei Rotwein und Lasagne (natürlich selbst gekocht/gebacken) den ersten Abend wieder auf der Segelyacht Avalon.

Am nächsten Morgen starteten wir gegen 11 Uhr, nach einem ausgiebigen Frühstück in Warnemünde. Gleich hinter der Hafenausfahrt wurden die Segel gesetzt und 15 Minuten nach dem Motorstart, war selbiger bereits wieder aus. Der Wind war besser als gedacht, also refften wir die Segel und preschten auf die Ostsee raus. Nur wenige Seemeilen später kämpften die meisten von uns mit der Seekrankheit. Bei drei Meter hohen Wellen ist das ja auch für den ungeübten kein leichter Einstieg. Also warfen wir die ursprüngliche Idee, die süddänische Insel Lølland zu umrunden, schnell über Bord. Mit den folgenden Seemeilen wurde das Festland kleiner und der Wind nahm in den Böen nochmals zu. So hatten wir schnell fast Windstärke neun der Richterskala in Windböen, also refften wir die Segel ein. Doch unsere Geschwindigkeit nahm nicht ab. Mit fünfeinhalb Knoten rasten wir in Richtung Dänemark. So erreichten wir gegen 17 Uhr den Hafen in Gedser auf der Insel Lølland.

Der Hafen in Gedser ist durch seine sehr hohe Mole gut geschützt. Dennoch gibt es vor Ort eine Hürde beim Anlegen. Es fehlen Klampen, Poller o.ä. zum Festmachen. Der Steg hat eine dicke Reling aus Holz, um die die Festmacher gelegt werden müssen. Gerade bei Seitenwind gab es für uns, ohne Bugstrahlruder, eine kleine Hürde zu meistern. Jedoch eilten andere deutsche Segler zur Hilfe. So gelang uns das Hafenmanöver sicher.

Sonntag war das Wetter mies. Regenschauer zogen über Gedser und die übrige Insel Falster. Wir machten einen kleinen Hundeausflug und anschließend eine Fahrt nach Nykøbing mit dem Bus. Dänemark im Oktober wirkt wie ausgestorben. Wir haben sehr wenige Menschen gesehen. Vielleicht bereiten sich dort alle schon auf den Winterschlaf vor?

Montag klarte es wieder auf. Es wehten nur 15 Knoten Wind und es zeigte sich sogar die Sonne! Also legten wir ab und fuhren unter Motor bis auf die Ostsee hinaus. Das Fahrwasser vor Gedser ist sehr schmal und wird auch daneben sehr schnell sehr flach. Da ist Vorsicht geboten! Doch wir konnten auf der offenen See schnell die Segel setzen und den Motor abschalten. Der Wind kam aus der richtigen Richtung und wir konnten unser Gennaker nutzen. Das machte richtig Spaß. Wir segelten mit über 7 Knoten Fahrt über Grund bei weniger als einem halben Meter Welle. Also waren wir schneller als gedacht zurück vor Warnemünde. Der Wind passte weiterhin, sodass wir fast bis vor unseren Heimathafen auf der Warnow segeln konnten. Noch ein letztes gelungenes Anlegemanöver und schon war das verlängerte Wochenende vorbei.

Resümee: Zum Start war es etwas heftig, doch die Reihenfolge hatte gestimmt. Schade, dass wir nicht länger Zeit gehabt hatten. Allen an Bord hat es gefallen, außer vielleicht den Hunden. Doch wir werden uns wieder zum Segeln treffen. Wir freuen uns drauf!

Wie wäre es? Nächstes Mal kommst Du einfach auf ein Segelabenteuer mit.

EIGENES ABENTEUER STARTEN
  • Segeln unter Autopilot
  • Beide Herrchen mit ihren Vierbeinern
  • Skipper und Crew am Steuer
  • Segeln auf der Avalon
  • Skipper und Enno
  • Sonnenuntergang in Gedser
  • Letzte Runde vor dem Schlafen gehen
  • Pauli und Enno
  • Co-Skipper am Steuerrad
  • Pauli vor der Avalon
 
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