Adventure Potsdam

 
 

Allgemeine Geschäftsbedingungen


Der Vertrag wird zwischen dem Vercharterer (Adventure Potsdam) und dem Charterer geschlossen.

Bestandteile sind die nachfolgenden AGB und die Bedingungen des Yachtversicherers.


A) Das Abenteuer, wenn nichts schiefgeht

1. Für das gebuchte Abenteuer stellt der Vercharterer seine Segelyacht oder Segelboote sowie die dazugehörige Ausrüstung sauber, funktionstüchtig und mit allen Betriebsstoffen, ausgenommen der Motorbatterie, vollständig aufgefüllt am ersten Chartertag zur individuell vereinbarten Zeit am vereinbarten Startpunkt bereit. Es erfolgt eine kurze Einweisung.

2. Falls gebucht wird Dir während des gesamten Törns ein erfahrener Skipper beiseite gestellt, dessen Anweisungen während des Törns unbedingt Folge zu leisten ist. Je nach Länge des Törns wird es eine gemeinschaftlich geführte Bordkasse geben, in die jedes Crewmitglied zu gleichen Teilen einbezahlt (ausgenommen ist der Skipper). Sämtliche Kosten, die während der Reisedauer entstehen, werden aus der Bordkasse bestritten. Dies gilt insbesondere für Verpflegung, Liege- und Marinagebühren, kleine Anschaffungen im Gemeinschaftssinn, Beschädigungen und Verlust von Ausrüstung sowie Beschädigungen an Yacht , sofern dies nicht durch den Skipper zu verantworten ist. Der Skipper wird ebenfalls aus der Bordkasse verpflegt. Nach Beendigung der Charter wird verbrauchtes Material (Öle, Spiritus, elektrische Batterien) und Treibstoffe auf Kosten der Bordkasse ersetzt. Die Endreinigung sowie das Waschen der Bettwäsche sowie Handtücher wird ebenfalls von der Bordkasse vergütet. Überschüsse werden im Anschluss zu gleichen Teilen wieder ausgezahlt.

2. Der Gesamtpreis für das gebuchte Abenteuer ist vom Charterer in voller Höhe innerhalb von 7 Tagen ab Buchung zu zahlen.

3. Das Abenteuer endet am letzten Chartertag zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort (im Zweifelsfall am Startpunkt). Die Yacht wird unter gemeinschaftlichem Bemühen in einem einwandfreien, besenreinen und aufgeklarten (ordentlichen) Zustand mit mit geleerter und gereinigter Trockentoilette und aufgefüllten Betriebsstoffen wie Benzin, Batterien, etc. wieder verlassen.

4. Über Schiffszustand und Vollständigkeit von Ausrüstung und Inventar wird bei Übergabe und Rückgabe ein Übergabeprotokoll angefertigt. Da auf dem Boot keine Abstandsregeln eingehalten werden können, ist bei Buchung eines Skippers vor Abfahrt ein aktueller negativer Corona-Test Pflicht. Bitte bringt außerdem eine FFP2-Maske mit. Während der Übergaben herrscht Maskenpflicht.


B) Anforderungen an den Charterer/Eigenverantwortung des Charterers

1. Der Charterer betritt die Yacht oder das Segelboot auf eigene Verantwortung.

2. Der Abschluss einer erweiterteren Skipperhaftpflichtversicherung (welche Crew Haftpflicht untereinander und Ersatz von Schäden an der gecharterten Yacht bei nachgewiesener grober Fahrlässigkeit regelt) und einer Folgeschadenversicherung wird empfohlen.

3. Der Charterer sichert zu

- die gesundheitliche Fitness, die nötigen körperlichen und geistigen Voraussetzungen zu haben, die ein solches Abenteuer erfordert, insbesondere im bewegten Wasser gut schwimmen zu können.

- während der Sicherheitseinweisung aufmerksam zuzuhören, bei Verständnisproblemen nachzufragen.

4. Falls kein Skipper gebucht wurde, sichert der Charterer außerdem zu

- die Grundsätze der guten Seemannschaft zu kennen, einzuhalten und sich entsprechend den Umständen auszurüsten (Bekleidung, Medikamente etc.).

- grundsätzliche Erfahrungen in der Führung eines Segelbootes zu besitzen, sofern ein Abenteuer ohne Skipper gebucht wurde. Ist der Charterer nicht im Besitz des erforderlichen Sportbootführerscheins, Befähigungsnachweises oder verfügt er nicht über ausreichend Erfahrung, so kann der Vercharterer (zumindest für einen bestimmten Zeitraum) einen kostenpflichtigen Skipper stellen oder dem Charterer die Übergabe verweigern.

- sich vor Törnbeginn über die Gegebenheiten des Fahrgebiets eingehend zu informieren, wie z.B. über Strömungen und veränderte Wasserstände nach langer Trockenperiode, etc.


C) Probleme vor Törn

Charterer und Vercharterer können bis 2 Wochen vor Törnbeginn kostenfrei stornieren. 

auf Seiten des Vercharterers

1. Der Beginn des Törns kann sich auf Grund von Reparatur-, sonstigen Arbeiten oder wetterbedingter Törnplanung verschieben. Eine Zeitdifferenz von bis zu 2 Stunden (Boote in Potsdam) bzw. 48 Stunden (Avalon) gilt hierbei als vereinbart. Bei einer größeren Verspätung kann der Charterer vom Vertrag zurücktreten und der Charterpreis wird vollständig erstattet. Tritt der Charterer nicht vom Vertrag zurück, so wird ihm der Charterpreises anteilig für die Zeit, um die das Schiff später übergeben wurde, erstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

2. Kann das gebuchte Abenteuer zu dem im Vertrag vereinbarten Termin vom Vercharterer unverschuldet nicht starten (z.B. wegen Havarie, Seeuntüchtigkeit infolge Unfall bei der Vorcharter, etc.) und kann kein Ersatz zur Verfügung gestellt werden, so verpflichtet sich der Vercharterer etwaig gezahlte Beiträge unverzüglich an den Charterer zurückzuführen. Der Charterer wird unverzüglich informiert. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

auf Seiten des Charterers

1. Erfolgt eine Stornierung innerhalb 2 Wochen vor Törnbeginn ist die Erstattung einzelfallabgängig. Gelingt eine Ersatzcharter zu denselben Konditionen, so erhält der Charterer seine Zahlungen abzüglich entstandener Bearbeitungskosten in Höhe von in der Regel 20% des Gesamtpreises des Abenteuers zurück. Andernfalls hat der Vercharterer Anspruch auf den Gesamtpreis. Für gebuchte Extras entfällt in jeglichen Fällen die Stornierungsgebühr. Es wird dem Charterer dringend empfohlen, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen. 

2. Zahlt der Charterer nicht innerhalb der Frist, gilt die Buchung als storniert.

3. Sieht sich der Charterer samt Crew unmittelbar im Anschluss an die Sicherheitseinweisung außer Stande den Vorgang des Mastlegens durchzuführen, so kann er den Vercharterer um Minderung des Charterpreises, in Abhängigkeit der Charterdauer, bitten.

durch staatliche Verbote

Sollte es durch kurzfristige staatliche Verordnungen zu Beschränkungen kommen, die es unmöglich machen, das gebuchte Abenteuer anzutreten, so kann der Charterer unter Angabe der Umstände von seinem Vertrag zurücktreten und etwaig bereits erfolgte Zahlungen werden erstattet.

am Boot

1. Schäden an der Yacht und Ausrüstung, die die Seetüchtigkeit der Yacht und den Reisezweck nicht beeinträchtigen und die Nutzung weiterhin im zumutbaren Rahmen ermöglichen, berechtigen nicht zum Rücktritt.

2. Beanstandungen gleich welcher Art sind dem Vercharterer unverzüglich zu melden und im Übergabeprotokoll zu vermerken. Später angezeigte Reklamationen werden ausgeschlossen.


D) Regeln während des Törns

1. Der Charterer sichert zu

- bei angesagten Windstärken ab 6 Bft. den schützenden Hafen nicht zu verlassen.

- Rettungswesten und weitere Sicherheitsausrüstungen, welche in ausreichender Zahl zur Yacht gehören, während des Segelns zu tragen. Er sorgt insbesondere selbständig für den Vollzug weiterer geeigneter Sicherheitsmassnahmen (z.B. Anlegen von Lifebelt, Sicherung an und unter Deck, tragen von Segelhandschuhen).

- die Segelyacht oder das Segelboot ohne schriftliche Genehmigung des Vercharterers keinem Dritten zu überlassen.

- keine Veränderungen am Schiff oder an der Ausrüstung vorzunehmen.

- während der Abenteuer keinerlei gefährliche und gesundheitsschädliche Güter mitzuführen, dies gilt insbesondere für feuergefährliche, verbotene Stoffe, die die Yacht, die Segelboote, unsere Umwelt, Leib und Leben gefährden.

- nüchtern zu fahren.

- Yacht und Ausrüstung pfleglich zu behandeln, die Yacht oder die Segelboote nur mit Bootsschuhen (helle, abriebfeste Sohle) zu betreten

- Haustiere wie Hunde, Katzen u.ä. dürfen in Absprache mit an Bord genommen werden. Es kann eine erhöhte Endreinigungspauschale erhoben werden.

- sich vor Törnbeginn über die Gegebenheiten des Fahrgebiets eingehend zu informieren, wie z.B. über Strömungen und veränderte Wasserstände nach langer Trockenperiode, etc.

- unter Deck nicht zu rauchen.

2. Falls ein Skipper gebucht wurde, sichert der Charterer zu

- sich aktiv nach Möglichkeiten und Kenntnissen an Bord zu beteiligen sowie an Einkäufen, Bordverpflegung und deren Zubereitung mitzuwirken.

- den Anweisungen des Skippers strikt Folge zu leisten und den Bordfrieden zu wahren.

- die gesetzlichen Bestimmungen des Gastlandes zu beachten und An- und Abmeldungen beim Hafenamt vorzunehmen und die Kurtaxe zu entrichten (ggf. wird dies auch der Skipper übernehmen).

Bei Verstößen, gravierenden Störungen des Bordfriedens, Gefährdung der Sicherheit oder bei gesundheitlichen Schwierigkeiten des Charterers ist der Skipper berechtigt, den Charterer von der Törnteilnahme auszuschliessen. Im Falle eines begründeten Ausschlusses wird lediglich der Kojenpreis anteilig zurückgezahlt, nicht jedoch weitergehende dadurch entstehende Zusatzkosten.


E) Probleme mit der Rückführung

Bei Buchung mit Skipper:

Verlängert sich der Törn aufgrund Verschuldens des Charterers, kann der Vercharterer eine Entschädigung entsprechend der vereinbarten Miete für die Dauer der Vorenthaltung verlangen. Für den dadurch entstehenden Mehraufwand des Skippers kann eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30€ pro Stunde in Rechnung gestellt werden. Weitergehende Schadensersatzansprüche seitens des Vercharterers sind nicht ausgeschlossen.

Bei Buchung ohne Skipper:

1. Gibt der Charterer das Schiff verspätet zurück, kann der Vercharterer eine Entschädigung entsprechend der vereinbarten Miete für die Dauer der Vorenthaltung verlangen. Weitergehende Schadensersatzansprüche seitens des Vercharterers sind nicht ausgeschlossen

2. Schafft es der Charterer nicht, die Yacht oder das Segelboot an den vereinbarten Ort zurückzuführen, so trägt der Charterer grundsätzlich alle Kosten für die Rückführung der Yacht oder des Segelbootes zu Wasser oder Land. Erfolgt die Rückführung durch den Vercharterer, so kann eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30€ pro Stunde in Rechnung gestellt werden. Sollte die Rückführung der Yacht oder des Segelbootes den Charterzeitraum überschreiten, gilt die Yacht erst mit Eintreffen im vereinbarten Rückgabehafen als vom Charterer zurückgegeben.

3. Hinweis: Die Elektromotoren dienen bei Flaute und bei komplizierten Manövern als Unterstützung. Die Batterien halten nicht ewig und das sollte man bei der Planung der Rückfahrt im Blick haben. 

4. Falls die Trockentoilette bei Rückgabe nicht entleert und gereinigt ist, zahlt der Charterer eine erhöhte Endreinigungspauschale von bis zu 100€ je nach Verschmutzungsgrad.


F) Schadensfall

Havarien o.ä.

1. Das Segelboot ist gegen manche Schäden kasko-versichert (siehe Versicherungsbedingungen). Das führt nicht zu einer Haftungsfreistellung des Charterers für diejenigen Schäden, die von der Versicherung nicht übernommen werden oder hinsichtlich derer die Versicherung sich ausdrücklich eine In-Regressnahe des Charterers vorbehalten hat. Dies gilt insbesondere für Schäden infolge grober Fahrlässigkeit, Vorsatz oder Nichtbeachtung der Vertragsbedingungen sowie für etwaige Folgeschäden. Die Selbstbeteiligung iHv 500 € (Boote in Potsdam) bzw. 750 € (Avalon) ist vom Charterer zu tragen, außer der Vercharterer hat den Schaden zu verantworten. Der Charterer erhält im Gegenzug den ggf. bestehenden Anspruch gegen einen Dritten Schädiger in entsprechender Höhe. 

2. Bei Schäden, Kollisionen und Havarien oder sonstigen außergewöhnlichen Vorkommnissen (Diebstahl, Beschlagnahme, etc.) ist der Vercharterer unverzüglich telefonisch zu benachrichtigen. Bei Schaden am Schiff oder an Personen ist dies vom Charterer zu dokumentieren in Form von Niederschrift und Lichtbildern (Fotos).

3. Das Segelboot ist immer mit dem eigenen Tau abschleppen zu lassen und es dürfen keine Vereinbarung über Abschlepp- und Bergungskosten getroffen werden.

4. Es ist gegebenenfalls zum Ausgangshafen zurückzukehren, um eine Reparatur zu ermöglichen.

zu Lasten des Charterers

1. Der Vercharterer haftet dem Charterer und ggf. seiner Crew grundsätzlich nur für Schäden, welche infolge von Vorsatz und grober Fahrlässigkeit des Vercharterers bzw. seines Teams entstehen. Ausgenommen sind Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

2. Nicht erfasst sind damit im Regelfall Schäden, die aus Ungenauigkeiten, Veränderungen und Fehlern des zur Verfügung gestellten nautischen Hilfsmaterials und elektronischer Instrumente wie z.B. iPad mit Seekarten-App, Kompass, usw. verursacht werden.

zu Lasten eines Dritten

1. Für Handlungen und Unterlassungen des Charterers, für die der Vercharterer von dritter Seite, haftbar gemacht wird, hält der Charterer den Vercharterer nach Möglichkeit von allen privat- und strafrechtlichen Folgen, auch von allen Kosten der Rechtsverfolgung im In- und Ausland frei.

2. Für Handlungen und Unterlassungen des Charterers, für die der Vercharterer von dritter Seite haftbar gemacht wird, kann der Vercharterer vom Charterer Regress fordern.


G) Nebenabreden, Gerichtsstand, anwendbares Recht

1. Mündliche Zusagen und Nebenabreden sind nur nach textlicher Bestätigung durch den Vercharterer wirksam. Dies gilt auch für die Abbedingung des Textformerfordernisses.

2. Gerichtsstand und Gerichtsort ist Deutschland, Brandenburg, Potsdam und es findet deutsches Recht Anwendung.

 
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